|
|
Aktuelles
Karneval: Wer feiert wo was?

Warum „Alaaf“ oder „Helau“? Und wo
Karneval oder Fastnacht?
Im rheinischen Karneval, besonders in Köln, heißt der Ruf „Alaaf“. Das
kommt vermutlich von „all af“ = „alles ab / über alles“. Wenn jemand
ruft „Kölle Alaaf!“, bedeutet das: Köln über alles. In Düsseldorf und
Mainz sagt man dagegen „Helau“. Woher das Wort genau kommt, ist nicht
ganz sicher; wahrscheinlich ist es einfach ein alter Narren- oder
Jubelruf. Wichtig: Man benutzt möglich nicht den falschen Ruf in der
jeweiligen Stadt – das gilt schon fast als kleine Provokation.
Der Rosenmontag ist der Höhepunkt des Straßenkarnevals. Berühmt sind
die großen Umzüge, etwa der Rosenmontagszug in Köln und Düsseldorf
oder in Mainz. Typisch sind Festwagen mit politischen Karikaturen und
kostümierte Gruppen, die „Kamelle“ (Süßigkeiten) und Blumen ins
Publikum werfen.
Ursprünglich kommt der Karneval aus dem christlichen Jahresablauf, es
ist die Zeit vor der vorösterlichen Fastenzeit. Bevor man sich
einschränkte und sechs Wochen lang kein Fleisch mehr essen durfte und
sich auch sonst weiter einschränken sollte, wollte man es noch einmal
so richtig krachen lassen, essen und trinken und ausgelassen sein.
Der Name Karneval kommt aus dem Lateinischen: carne vale – „Fleisch,
lebe wohl“. Fastnacht erklärt sich selbst, es war (ursprünglich) die
Nacht vor der Fastenzeit, was sich aber schnell über einen längeren
Zeitraum ausdehnte.
Mit der Zeit mischten sich kirchliche Traditionen und alte Winter- und
Frühlingsbräuche, wie etwa die Verkleidung, mit der man in der
vorchristlichen Zeit die bösen Geister vertreiben wollte. Später kam
noch die politische Satire dazu.
Heute gibt es je nach Land oder Region unterschiedliche Formen und
Namen für dieses Brauchtum. Besonders berühmt für ihre
Karnevalstraditionen sind Brasilien (Rio de Janeiro) mit seinen
aufwendigen Samba-Paraden und farbenfrohen Kostümen und Venedig mit
prunkvollen historischen Kostümen und Masken.
zurück >>>

Webdesign:
Christa Tamara Kaul
|